Jan 17

Die Lippenbremse: Effektive Technik bei Atemnot

Die Wirkung der Lippenbremse

Die Lippenbremse, auch bekannt als Presslippenatmung, ist eine Atemtechnik, die insbesondere für Menschen mit chronischen Lungenerkrankungen wie Asthma oder COPD hilfreich sein kann. Sie zielt darauf ab, die Ausatmung zu verlangsamen und den Atemwegsdruck zu erhöhen, um so Atemnot zu lindern.
Dieser erhöhte Druck verhindert das Zusammenfallen der Atemwege, was besonders bei COPD-Patienten ein häufiges Problem darstellt. Durch diese Technik wird eine effizientere Entleerung der Lunge erreicht, was wiederum die Sauerstoffaufnahme verbessert und die Atmung erleichtert.

Wie wendet man die Lippenbremse an?

Damit die Lippenbremse ihre Wirkung entfaltet, muss sie korrekt angewendet werden. Aber keine Sorge: Die Technik ist nicht schwer zu erlernen! Vielleicht musst du am Anfang ein wenig experimentieren, aber sobald du die Ausatmung einmal richtig ausgeführt hast, hast du die Lippenbremse im Handumdrehen verinnerlicht.

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Einatmen
Die Lippenbremse ist eine Ausatem-Technik. Die Einatmung erfolgt ganz “normal”: Atme langsam und tief durch die Nase ein. Dies sollte ungefähr zwei Sekunden dauern.

“...einundzwanzig, zweiundzwanzig…”

Ausatmen
Spitze deine Lippen leicht, während sie sanft aufeinander liegen. In etwa so, als würdest du vorsichtig eine Kerze auspusten wollen. Das Ausatmen sollte ca. doppelt so lang wie das Einatmen dauern. 

Denn wie der Name der Technik schon verrät, sollen die Lippen als natürliche Bremse wirken und so deine Ausatmung verlangsamen. Achte darauf, dass du deine Lippen nicht zu sehr schließt. Du solltest einen gewissen Widerstand und leicht aufgeblähte Backen spüren, aber das Ausatmen sollte trotzdem nicht anstrengend sein.

Diese Technik kann so oft wie nötig wiederholt werden, um die Atemnot zu lindern. Versuche, bei der Anwendung der Lippenbremse entspannt zu bleiben und dich auf eine gleichmäßige Atmung zu konzentrieren.

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Atemerleichternde Stellungen: Kutschersitz & Co.

Deine Körperhaltung hat Einfluss darauf, wie leicht dir das Atmen fällt. Deshalb ist es hilfreich, wenn du im Falle einer Atemnot die Lippenbremse in einer die Atmung unterstützenden Stellung ausführst. 

Der Kutschersitz

Solltest du einen Stuhl zur Verfügung haben, eignet sich der Kutschersitz als entlastende und gleichzeitig den Brustkorb öffnende Haltung. 
Dabei setzt du dich breitbeinig hin und stützt deine Arme auf deinen Oberschenkeln ab. Der Rücken bleibt gerade, während die Bauchmuskeln und Schultern entspannt sind.
Wir haben eine ausführliche Anleitung zum Kutschersitz in unserem Blog erstellt.
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Der Kutschersitz: Einfache Körperhaltung bei Atemnot

Die Torwartstellung

Die Torwartstellung ist die Alternative zum Kutschersitz. Du kannst sie nutzen, wenn du bei Beginn einer Atemnot keine Sitzgelegenheit zur Verfügung hast. 

Die Körperhaltung ist angelehnt an die Haltung eines Torwarts in wartender Position. Stelle dich etwas breiter als schulterbreit hin, beuge dich leicht vor und stütze deine Hände auf deinen Oberschenkeln ab. Auch hier solltest du einen geraden Rücken beibehalten und deine Bauchmuskulatur und Schultern entspannen.
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Die physiologische Wirkung der Lippenbremse

Atemwege bleiben offen

Durch das Ausatmen gegen den leichten Widerstand der Lippen erhöht sich der Druck in den Atemwegen. Durch diesen erhöhten Druck hältst du deine Bronchien während der Ausatmung offen. Das ist besonders wichtig, da diese bei Lungenkrankheiten zum Kollabieren neigen.  

Lungendruck nimmt ab

Wenn die Bronchien sich verengen, wird das Ausatmen ineffizienter: Auch nach der Ausatmung bleibt noch Luft in der Lunge. Dadurch nimmt der Druck in der Lunge stetig zu und sie bläht sich immer weiter auf. Es entsteht ein Teufelskreis, in dem das Atmen immer schwieriger wird. Durch das Atmen mit der Lippenbremse kann die Lunge entbläht und der Atemnot entgegengewirkt werden.

Kohlendioxid wird abgeatmet

Durch die Verlängerung der Ausatmungsphase wird auch der Abtransport von Kohlendioxid (Dekarboxylierung) aus den Alveolen deiner Lunge optimiert. Dies führt zu einer höheren O2-Sättigung und reduziert das Risiko einer Hyperkapnie. Das ist ein Zustand, der durch übermäßiges Kohlendioxid im Blut gekennzeichnet ist.

Nutzen langfristig regelmäßiger Anwendung

Langfristig kann die regelmäßige Anwendung der Lippenbremse nicht nur deine Atemeffizienz und Atmung im Alltag erleichtern, sondern auch zur Reduktion von Atemnot-Episoden beitragen. Darüber hinaus kann sie dir dabei helfen, dass du seltener auf medikamentöse Abhilfe angewiesen bist und so nachhaltig deine Lebensqualität steigern.

Verweis auf wissenschaftliche Studien

Es gibt zahlreiche empirische Studien, die die Wirksamkeit der Lippenbremse, insbesondere im Zusammenhang mit COPD, untermauern.

Eine Studie von Steier et al. im Fachmagazin physioscience hat beispielsweise ergeben, dass Probanden mit schwerer COPD durch die Lippenbremse folgende Erfolge erzielen konnten:
  • Verringerter O2-Sättigungsabfall
  • Verringerter Anstieg der Herzfrequenz
  • Verringerte Belastung des Atemsystems
  • Verringerte Atemlosigkeit
Eine Studie des International Journal of Nursing and Health Services von 2022 hat unterlegt, dass die Lippenbremse Atemnot auch bei Asthmapatienten reduzieren kann.

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